Die Weinrebe (Vitis) zählt seit der Antike zu den beliebtesten Obstarten. Sie gedeiht in warmen Klimazonen, daher ist bei der Pflanzung die Wahl des Standorts entscheidend. Zudem muss der Boden sorgfältig vorbereitet und die Setzlinge vor dem Einpflanzen behandelt werden. Nicht zuletzt ist die Wahl der richtigen Sorte für die jeweiligen klimatischen Bedingungen wichtig. Weinreben benötigen einen sonnigen, windgeschützten Platz. Die beste Pflanzzeit ist die zweite Aprilhälfte und die erste Maihälfte, eine Herbstpflanzung ist aber auch möglich. Der Boden muss vor dem Pflanzen sorgfältig vorbereitet und gründlich aufgelockert werden. Bei schweren, lockeren Böden verbessert die Einarbeitung von Kompost oder Torf die Bodenstruktur. Auch die Zugabe von mineralischen Düngemitteln ist empfehlenswert. Die Pflanzgrube sollte etwa 30 x 30 cm groß sein. Bei Pflanzung in der Nähe einer Mauer sollte ein Abstand von mindestens 20 cm eingehalten werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte bei Spalier- oder Kordonerziehung 1–1,5 m und bei horizontaler Kordonerziehung 2–3 m betragen. Bei mehreren Reihen sollte der Reihenabstand mindestens 1,5 m betragen. Vor dem Pflanzen wird die wurzelnackte Rebe auf 1–2 gesunde Knospen zurückgeschnitten. Bei Herbstpflanzung erfolgt der Rückschnitt erst im Frühjahr, es sei denn, die Jungpflanze wurde bereits geschnitten und mit Wachs behandelt gekauft. Die Wurzeln werden auf etwa den Durchmesser der Palme gekürzt. Die Rebe wird anschließend etwa 12 Stunden lang in Wasser eingeweicht und dabei vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Setzen Sie die Rebe schräg in das Pflanzloch, sodass die Veredelungsstelle nach dem Einpflanzen etwa 3–4 cm über der Erde liegt. Füllen Sie das Pflanzloch bis zur Hälfte mit einem leichten Nährsubstrat, drücken Sie es leicht an und gießen Sie, damit die Erde zwischen die Wurzeln gelangt. Füllen Sie das Pflanzloch anschließend mit Substrat auf und drücken Sie es erneut gut an. Ist die Veredelungsstelle nicht mit Wachs abgedeckt, muss die Rebe angehäufelt werden, um die Knospen vor der starken Frühlingssonne zu schützen. Anhäufeln ist auch bei Herbstpflanzungen empfehlenswert, da es die unteren Knospen vor Frost schützt. Wenn Sie eine im Container gekaufte Rebe (in einen Topf) pflanzen, drücken Sie die aufgelockerte Erde um die Pflanze herum fest, um die neu wachsenden Wurzeln nicht zu beschädigen. Die weitere Vorgehensweise ähnelt der Pflanzung einer wurzelnackten Rebe, wobei das Gießen besonders wichtig ist. Setzen Sie gleichzeitig einen Stützpfahl ein, dessen Höhe mindestens der geplanten Stammhöhe entspricht. Bei trockenem und warmem Wetter den Sämling regelmäßig (etwa einmal wöchentlich) mit ausreichend Wasser gießen. Im ersten Jahr nach dem Austrieb (frühestens in der zweiten Maihälfte) den Kopf des Sämlings anheben, den kräftigsten Trieb auswählen und diesen in regelmäßigen Abständen an einer Stütze festbinden, um einen schönen, geraden Stamm zu erhalten. Die übrigen Triebe vorsichtig entfernen. Die Seitentriebe in den Blattachseln des zukünftigen Stammes abknipsen, damit sie den Haupttrieb nicht schwächen. Ungefähr Ende September die Spitze abknipsen. Zusätzlich regelmäßigen Pflanzenschutz (falls die Sorte dies erfordert) durchführen, den Boden auflockern und Unkraut jäten; Düngung ist nicht notwendig. Bei frostempfindlichen Sorten empfiehlt es sich, vor dem Winter erneut zu mulchen und mindestens 2–3 Knospen zu bedecken.
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